Geschichte

Wie in Herten die Idee entstand, den englischen „Kalender Girls“ nachzueifern

Elke Marita Stuckel-LotzSeit 1986 ist Elke Marita Stuckel-Lotz Mitausrichterin der jährlichen Frauenkulturtage in Herten und  initiiert u. a. in Herten die Frauenfilmtage. Bei der Vorbereitung 2003 fiel ihr der englische Film „Kalender Girls“ auf: Amüsant, ein wenig traurig, aber vor allem geht es um Frauen im reifen Alter, die Mut zum Risiko zeigen und eine Idee konsequent verfolgen - und das alles für einen guten Zweck.

Doris WenglorzSie erzählte der Hertenerin Doris Wenglorz von dem Film, von der authentischen Geschichte in England und von ihrer Idee, den englischen "Kalender Girls" nachzueifern: „Was die in England können, können wir auch. Wir kennen doch so viele Frauen, selbstbewusste, mutige Frauen, die bereit sind, immer etwas 'Verrücktes' zu unternehmen.“ Die Begeisterung für diese Idee kannte keine Grenzen, und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

Am 05. April 2004 haben über 500 Frauen den Film in Herten gesehen und waren begeistert. Zu den Vorstellungen verteilten die beiden Initiatorinnen ca. 300 Handzettel mit Informationen und dem Satz: „Sollen wir in Herten auch so etwas machen?“
KalenderladiesAn den Organisationstreffen nahmen schließlich 14 „Kalendermodelle“ im Alter von 46 bis 66 Jahren teil. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Die ersten Fotoshootings fanden am 11. Juli 2004 statt. Zudem wurden Sponsoren für den Kalender gesucht. Im August meldete sich die Emma-Redaktion bei Elke Marita Stuckel-Lotz, am 26. August erschien der Artikel in der Emma.
Ebenfalls im August 2009 erklärte sich die „Vestische Mediengruppe Welke“ bereit, die grafische Nach- und Aufbereitung der schwarz-weißen Fotografien und das gesamte Layout des späteren Produktes sowie Druck, Distribution und Online-Publishing zu übernehmen.

In einer Pressekonferenz wurde die Verteilung des Reinerlöses des Kalenders bekannt gegeben: Je 50 % sollten das Hertener Mädchenprojekt Ewald – Kinder- und Jugendorganisation "FleX" und das Projekt "KARO", ein Kinderschutzzentrum an der deutsch-tschechischen Grenze erhalten.

KalenderpräsentationDie Präsentation der Kalender Ladies im Hertener VMKD (Vestischen Medien-, Kommunikations- und Dienstleistungszentrum) am Fuße der Halde Hoppenbruch war ein Riesenerfolg:  Vor über 230 Besuchern präsentierte Elke Marita Stuckel-Lotz am 03. Oktober 2004 den Kalender der „Kalender Ladies Herten 2005“ der Öffentlichkeit. Neben dem Bürgermeister der Stadt Herten waren viele Interessenten gekommen, um endlich zu sehen, wie 13 weibliche Modelle im Alter von 46 bis 66 an Hertener Sehenswürdigkeiten ästhetisch und nackt fotografiert, nun auf dem Kalender wirkten. Ensprechend erfolgreich startete der Verkauf des Kalenders, dessen Reinerlös für den wohltätigen Zweck gespendet wurde.

Interessant war auch der Besuch vom Initiator eines ähnlichen Projektes aus Bönen bei Unna. Hier handelte es sich aber um Männer, die sich für den Erhalt eines Förderturmes an geeigneter Stelle freizügig präsentierten.
 

Präsentation 21 Jahr danach – 1 Jahr älter!

Am 3. Oktober 2005 – stellten sich die Kalender-Ladies im He-Forum im Foyer des CinemaxX ("Wo alles begann...") der Presse und stießen mit einem Glas Sekt auf den offiziellen Abschluss der Kalender-Aktion an.
Resümee: Es wurden 1.800 Euro für die neue Küche des Mädchenprojektes Flex, 1.900 Euro für das Kinderschutzzentrum KARO in Plauen und noch einmal 2.400 Euro für Flex in Herten angewiesen.

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