Lotus-Care e.V.

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Vor einem Jahr wurde in Herten die Selbsthilfegruppe Lotus Care e.V. gegründet, die sich für an Krebs erkrankte Menschen und ihre Angehörigen engagiert  Mit ihren vielfältigen Angeboten möchte sie den Betroffenen helfen und den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung erleichtern.


Gerhard Albers, Vorsitzender von Lotus Care e.V., hat vitaport einige Informationen zur Selbsthilfegruppe zur Verfügung gestellt:

Lotus-Care e.V. Selbsthilfe für hämatologisch und onkologisch Erkrankte und deren Angehörige

Vor knapp einem Jahr fanden sich Erkrankte und Angehörige, die teilweise zuvor während Ihrer Therapie an einer ortsnahen ambulanten Kurmaßnahme teilgenommen hatten, zusammen und gründeten mit 10 Interessierten Lotus-Care e.V. Heute, nach etwas mehr als einem Jahr, hat Lotus-Care e.V. 70 Mitglieder und bei den regelmäßigen monatlichen Treffen finden sich immer 25 bis 30 Erkrankte, Angehörige und Interessierte, um Vorträge zu vorher ausgesuchten interessierenden Themen zu hören und gegenseitig Erfahrungen auszutauschen.

Auch wenn der Ursprung von Lotus-Care e.V. sich in Herten befindet, stammen die Mitglieder von Lotus-Care e.V. aus dem gesamten Kreis Recklinghausen und den großen Ständen der Umgebung von Herne über Gelsenkirchen bis Bochum und Dortmund. Lotus-Care e.V. versteht sich mit seinem Ansatz deshalb nicht als ortsgebunden, sondern möchte in allen Städten der Umgebung für alle Ärzte, Onkologen, Krankenhäuser, Therapeuten, Erkrankten und deren Angehörigen Ansprechpartner werden. Selbstverständlich ein Ziel, das noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

Lotus-Care e.V. hat sich im Gegensatz zu der überwiegenden Zahl der Selbsthilfegruppen von Beginn an nicht auf eine bestimmt Krebserkrankung konzentriert und wollte darüber hinaus Partner für Betroffene, nämlich Erkrankte und Angehörige sein. Hieraus ergab sich zwangsläufig, dass die psychosoziale, psycho-onkologische Betreuung der Betroffenen als zwingend erforderliche Ergänzung zur medizinischen Behandlung in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt wurde.

Im Report des Krebsregisters NRW ist nachzulesen, dass jeder zweite Mann und jede dritte Frau einmal im Verlaufe des Lebens an Krebs erkrankt. Berücksichtigt man, dass der Einzelne statistisch nicht alleine steht, kann man ermessen, wie viele Menschen in NRW vom Krebs betroffen sind, wenn man – wie wir – Erkrankte und Angehörige als vom Krebs betroffen ansieht.

Lotus-Care e.V. sieht eine seiner Aufgaben darin, den Betroffenen den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern, Freude am Leben zu vermitteln und dazu beizutragen, dass die Betroffenen das Leben auch mit der chronischen Erkrankung Krebs annehmen und bejahen.

Lotus-Care e.V. ist ohne jeglichen esoterischen Ansatz zutiefst davon überzeugt, dass der Mensch Einheit von Körper, Geist und Seele ist, die Erkrankung den Menschen als Ganzes betrifft und deshalb jeder Einzelne auch in seiner Einheit aus Körper Geist und Seele verstanden werden muss. Dieses Grundverständnis in der onkologischen und hämatologischen Behandlung der Betroffenen möchten wir gerne überall vermitteln.

Neben dem Arbeitsschwerpunkt „psychosoziale Onkologie“, in dem wir u.a. neu Betroffenen Gespräche mit Erkrankten und Angehörigen ermöglichen, um Alltägliches mit Gesprächspaten und Angehörige zu vermitteln – hier suchen wir ständig und regelmäßig nach ehrenamtlich tätigen Helfern – wollen wir auch im Bereich der Vorsorge-Information bei jungen Menschen helfen. So wird z. Zt. mit weiterführenden Schulen und Kinobetreibern ein Konzept zur altersgerechten Information über die Themenbereiche Hodenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs und Lungenkrebs initiiert.

Oktober 2009

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